Dienstag, 17. Mai 2011

29.Mai 2011 Barfußwanderung aufs Hörnle

ACHTUNG Terminverschiebung!

Liebe Barfußfreunde!

Am Sonntag, den 29.Mai biete ich eine geführte Wanderung aufs Hörnle bei Unterammergau an. Der Berg bietet trotz seiner stattlichen 700 Höhenmeter ein ideales Gelände auch für ungeübte Wanderer, die diese naturnahe Art des Alpinismus selbst einmal erleben möchten. Wir gehen über Wiesen und Waldwege meist auf natürlichem Untergrund. Am Gipfel lädt die Hörnlehütte zu einer Rast ein. Wer will kann den Rückweg auch mit dem Sessellift antreten. Dieser führt nach Bad Kohlgrub, von wo aus eine stündliche Zugverbindung zum Ausgangspunkt nach Unterammergau besteht. Auf den Bildern ist die Wandergruppe zu sehen, die diese Tour bereits im Sommer 2009 gemeinsam unternommen hat. Viele begeisterte Barfuß-Neulinge waren hier dabei.

Wir treffen und am Sonntag, den 29.Mai 2011 um 10:00 Uhr am Wanderparkplatz an der Kirche von Kappl, die auch zu Fuß in etwa 15 Minuten vom Bahnhof Unterammergau aus zu erreichen ist und vom Bahnhof (westlich gelegen) schon zu sehen ist.

Die Wanderung findet in Zusammenarbeit mit der Bergschule Zugspitze statt. Eine Anmeldung über www.Bergschule-Zugspitze.de oder direkt bei mir unter info@martl-jung.de wäre wünschenswert, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Es wird ein Teilnehmerbeitrag von € 10,- erhoben. Kinder unter 16 Jahren dürfen kostenlos mit dabei sein.

Mitzubringen sind dem Wetter angemessene Kleidung, Brotzeit, Sonnenschutz und für den Fall der Fälle ein Paar Wanderschuhe.

Ich freu mich über eine rege Teilnahme

Euer Martl Jung

Montag, 30. November 2009

Vortragsplakat


Im Sommer gibt es nur wenige Veranstaltungen.
Die Termine am 3.Juni beim Barfusslauf in Großolbersdorf im Erzgebirge und Ende Juli beim Grenzenlos-Festival in Augsburg sind mit allen Details auf www.martl-jung.de online. Für die kommende Vortragssaison (Oktober bis April) sind eine ganze Reihe an Vortägen in Deutschland und Österreich geplant, die im August in den Terminkalender eingestellt werden. Bis dahin wünsche ich einen schönen Wandersommer.
Euer Martl Jung

Dienstag, 20. Oktober 2009

Erste Bilder der erfolgreichen Tour

Liebe Bergfreunde!

Es ist geschafft! Nach nur 32 Tagen habe ich die Tour von München nach Verona erfolgreich beendet. Dabei bin ich wie geplant jeden Meter barfuß und ohne "Notschuhe" im Gepäck unterwegs gewesen. Das Wetter hat meist perfekt mitgespielt und so bin ich mit überwältigendem Bildmaterial wieder zu Hause angekommen. Besondere Höhepunkte waren die Überquerung des höchsten Dolomitengipfels, der 3342m hohen Marmolada (Punta Penia), sowie der Kontakt zu Menschen, die im Gebirge ihre Heimat haben wie die Sennerin der Gampesalm oder dem Künstler Egon Moroder, der mit seinen Ziegen und Hühnern seit vielen Sommern an einem einsamen traumhaften Platz hoch oben in den Dolomiten lebt und dort lediglich ein kleines Zelt als Behausung nutzt.

Gerade die Menschen waren es, die mir immer wieder Mut gemacht und mir Kraft gegeben haben, wenn es auf manchen steinigen Etappen doch mal sehr beschwerlich war. Zum Erfolg der Tour hat neben einer aufwändigen Routenplanung und vielen Trainingstouren auch die perfekte Funktionskleidung aus neuseeländischer Merinowolle von Icebreaker (www.icebreaker.com) und der wasserdichte Schutz für meine Fotoausrüstung, die die Spezialisten von Ortlieb (www.ortlieb.com) entwickelt haben beigetragen.

Erste Termine des neuen und erstmals digital produzierten Multivisionsvortrags sind für Januar 2010 geplant. Ich würde mich freuen, wenn wir uns dabei einmal wieder sehen. Termine werden Ende des Jahres auf www.martl-jung.de veröffentlicht.

Hier gibts erst einmal ein paar Bilder von der Tour:


Am 27.Juli 2009 starte ich zuversichtlich vor dem Alpinen Museum auf der Münchner Praterinsel zu meiner Tour.

Die Benediktenwand ist der erste Gipfel der Tour. Ich genieße den Blick nach meinem Gipfelbiwak.

Beim 1.Bayerischen Barfußwandertag auf dem Kranzberg bei Mittenwald zieht auch unser Gesundheitsminister Dr. Söder seine Schuhe aus.

Dieser Stadl am Lautersee beschert mir eine trockene Nacht.

Durch die Gleirschklamm geht es ins Karwendel

Diesen traumhaften Blick habe ich morgens an meinem Biwakplatz am Frau-Hitt-Sattel

Nachdem es in den Zillertaler Alpen etwas geregnet hat ziehe ich bei der Tiefrastenhütte das einzige mal auf der gesamten Tour meine Regenjacke an.

Am Mondsee auf der Lüsener Alm leben zwei Schwäne vor der Kulisse des Peitlerkofels.

Ich treffe auf den Künstler Egon Moroder, der seit vielen Sommern mit seinen Ziegen und Hühnern hoch oben in den Dolomiten lebt. Er hat sich mit einem kleinen Zelt einen traumhaften einsamen Platz ausgesucht.

Hoch über Corvara geht es hinauf.

Der Pisciadu-Klettersteig führt sportlich hinauf.

Viel Armkraft kosten die teils senkrechten Passagen dieses stark frequentierten Eisenwegs.

...der Sonne entgegen...

Kurz vor dem Ausstieg des Pisciadu-Klettersteigs fotografiere ich hinunter zu Michael Erhard von 3 Elements Media. An mehreren Tagen werde ich während der Tour von diesem Filmteam begleitet. Der Fernsehfilm wird voraussichtlich kommenden Winter auf www.servustv.at gezeigt.

Die Pisciadu-Hütte ist ein Traumplatz in den Dolomiten.

Dieser Hund ist auf dem Weg nach Venedig und trägt im Gegensatz zu mir Schuhe mit Vibram-Sohle, um sich im scharfkantigen Gestein wie hier auf dem Piz Boe zu schützen.

Bei Traumwetter geht es von der Pian di Fiacconi hinauf zur Marmolada. Der Aufstieg über den aufgeweichten Gletscher soll die angenehmste Etappe der gesamten Tour werden, an die ich mich in manchen Momenten gerne zurückerinnern werde.

Ich erreiche den höchsten Dolomitengipfel, die 3342m hohe Punta Penia in der Marmolada und mache noch ein paar Höhenmeter extra.

Über den Westgrat, die sogenannte "Himmelsleiter" geht es von der Marmolada hinunter.

In der Marmoladascharte hoffe ich, das Schlimmste hinter mir zu haben, doch weit gefehlt,...

..denn der Abstieg von der Marmoladascharte zum Rifugio Contrin führt durch steiles scharfkantiges Dolomitengeröll und sollte die schwierigste Etappe der Tour werden. Für 1700 Höhenmeter Abstieg benötige ich über 7 Stunden. Ich gehe "im 1.Gang mit angezogener Handbremse" das Geröllfeld hinunter.

Am Passo Costazza stehe ich vor der traumhaften Kulisse der Pala-Gruppe

Über den einsamen Klettersteig im
Val Scura erreiche ich die Hochebene von Luserna.

Vom Rifugio Papa am Pasubio hat man einen traumhaften Blick auf die Cima Carega

Das Rifugio Fraccaroli steht auf der Cima Carega, dem letzten "richtigen" Gipfel vor Verona. Jetzt sind es nur noch drei Tage bis zum Ziel.

Kurz vor Verona verschwindet der Weg im Val Borago ein letztes mal in der dichten Vegetation einen engen Schlucht, bevor mich das Tal bei Avesa wieder ausspuckt. Jetzt ist es nur noch ein kurzer Marsch zum Ziel...






(Copyright und Fotos: Martl Jung, Ralf R., Jens-Uwe Tiedtke und Christian Penning)

Freitag, 28. August 2009

Ankunft in Verona













Liebe Leut, es ist geschafft! Exakt mit der untergehenden Sonne habe ich den oberhalb von Verona gelegenen Campingplatz im Castel San Pietro erreicht. Es ist ein echter "Zeltplatz", auf den man nur mit wenigen kleinen Autos, aber kaum mit einem Wohnmobil gelangt.
Die heutige Etappte war nochmal recht sportlich. Letzte Nacht war ich nobel in der Trattoria an der Naturbrücke Ponte Veja und hab zum ersten mal auf der Tour eine eigene Dusche und Handtücher bekommen. 10km vor Verona ist der Weg dann urplötzlich in einer Schlucht verschwunden und ich glaubte mich 3 Stunden lang im Inneren von Borneo zu sein, bevor mich das Tal dann doch noch ausgespuckt hat.
Morgen früh gehts in die Stadt und da freu ich mich auf ein dickes Eis und eine riesige Pizza.
Die Tour war teilweise schon eine echt harte Nummer, die ich so sicherlich nicht wiederholen werde. Dabei war der Gletscher auf der Marmolada noch die angenemste Etappe. Aber es gibt auch barfuß für jedes Gelände die richtige Geschwindigkeit. Und so bin ich bei oft perfektem Wetter (hab nie meine lange Hose gebraucht) nach nur 4 Wochen Gehzeit hier angekommen. Viel schneller als gedacht. Und jetzt erhole ich mich und meld mich in Kürze, um weitere Bilder der Tour einzustellen.

euer Martl diesmal persönlich - das erste mal im web seit München...

Mittwoch, 26. August 2009

Martl wird am Samstag in Verona eintreffen

und seine Tour erfolgreich beenden!
Mit geschundenen Füßen überquerte er die Marmolada (mit 3342m den höchsten Dolomitengipfel) die Lagoraigruppe und verbrachte die letzte Nacht auf der Cima Carega, dem letzten richtigen Berg bevor die Alpen in Verona auslaufen.
Er freut sich auf eine große und ein großes Eis in Verona.
und wird sich nochmal melden

Montag, 10. August 2009

Würzjoch nähe Lüsener Alm (anfang Dolomiten)

heute morgen geht Martl auf die Schlüterhütte. Nach der dritten Nacht in Heustadeln unterwegs mit Regen und Hagel freut er sich über das bessere Wetter da oben. Doch ein grandioser Ausblick auf den Peitlerkofel, der bereits zu den Dolomiten gehört entschädigt für die Strapazen, außerdem nicht zu verachten sind die Blaubeeren und Walderdbeeren am Wegesrand. Die letzten Tage legte Martl vor allem Strecke zurück "um sich mal etwas auszupowern". Seine Merino Bekleidung (icebreaker) macht ganz gut mit, Martl behauptet sie stinke überhaupt nicht aber das prüfen wir jetzt besser mal nicht..:)
Die Füße "seien ganz okay" was heißt dass er sich frühs schon schwer tut. Aber wenn sie mal eingelaufen sind, sei es besser. Mmmh, Füße, die man einläuft kannte ich bisher nur von Bergschuhen..
Das nächste Ziel ist die Seceda (2518m) auf die es jetzt über einen wunderschönen Höhenrücken geht, Blick auf die Geißler Gruppe.
so weit Martl um 8:30 per Handy

Samstag, 8. August 2009

Martl ist auf der Olperer Hütte angekommen

Nach der Nacht gestern auf dem Friesenberghaus (2910m), dem bisher höchsten Punkt der Tour brach Martl zum Olperer Hütte auf. Gerade isst er eine leckere Brotzeit und lässt es sich gut gehen. "Die Füße machen gut mit, aber sind durchaus strapaziert. Gerade im Karwendel mit seinen scharfen Steinen komme ich morgens schwer in meinen Rhythmus. Aber irgendwann geht es."
Leider war es Martl aufgrund der Schneelage nicht möglich den Olperer zu besteigen. Auch ist das Wetter diesen Sommer ja eher wechselhaft, so dass er sich auch jetzt etwas beeilen muss, um noch vor der Kaltfront Südtirol zu erreichen. Martl möchte über das Pfitscherjoch und dann absteigen und uns ein paar Bilder per email schicken.
Wir dürfen also gespannt sein...
es grüßt Euch Martls Frau Christine